Die Neuen kommen...

Ein Jahr nach der Teilung des Bezirkes Bayerwald - am 4. April 1992 - wurde dann auch noch ein Generationswechsel in der Bezirksvorstandschaft vorgenommen.

Bei den Neuwahlen in Obernzell wurden die folgenden Musiker gewählt:

  • Bezirksvorsitzender: Andreas Samböck, Obernzell
  • stellv. Bezirksvorsitzender: Rainer P. Poxleitner, Büchlberg
  • Bezirksdirigent: Rudi Langbauer, Obernzell
  • Bezirksjugendleiter: Hans Weichselbaumer, Tiefenbach
  • stellv. Jugendleiter: Anton Mayer, Tittling

Diese Crew wurde in der Jahreshauptversammlung vom 27. März 1993 noch erweitert:

  • Medienreferenten (und langjährigen 2. Bezirksleiter): Georg Knaus, Büchlberg
  • Beauftragter für das Spielmannswesen: Gerhard Penninger, Kirchham
  • stellv. Bezirksdirigent: Matthias Schubert, Grafenau

Im November 1994 wurde eine neue Vereinssatzung erstellt und der "Bezirksverband Bayerwald im Musikbund von Ober- und Niederbayern" im Vereinsregister des Amtsgerichts Passau als "e.V." eingetragen. Auch bescheinigte das Finanzamt Passau die Gemeinnützigkeit des Vereins.

In der Vorstandswahl im März 1995 wechselten neue junge Musiker mit den noch verbliebenen „Alten im Amt“ ab. Dem Bezirksgeschäftsführer Günter Braumandl, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat, folgte der Reinhard Bauernfeind aus Salzweg. Dessen neuer Stellvertreter wurde der Musiklehrer Gottfried Wölfl aus Straßkirchen. Martin Mitterdorfer aus Grafenau übernahm den Posten des Medienreferenten.

Im Jahre 1997 konnte der Bezirk Bayerwald sein 25-jähriges Bestehen feiern. Als "junger Hupfer" im Kreise der bereits in die Jahre gekommenen Bezirke, und voll Energie geladen, entwickelte er sich prächtig und wurde zum "Musterbezirk" des Verbandes. Am Samstag, den 22. November 1997 fand im Bürgerhaus Waldkirchen der Festakt statt, gestaltet von der Stadtkapelle Waldkirchen in einem Jubiläumskonzert auf höchstem Niveau zusammen mit der Stadtkapelle Bad Griesbach. Schirmherr und Laudator war der Europaabgeordnete Edgar Schiedermeier aus Cham. Er lobte die vielfachen Initiativen und Aktivitäten der ehrenamtlichen Helfer, die zum Fortbestand eines sehr wichtigen Kulturguts in unserer bayerischen Heimat beigetragen haben.

Am 4. April 1998 trat ein neuer Vorsitzender in die großen Fußstapfen seines Vorgängers Samböck: Max Pöschl aus Jandelsbrunn (und somit "echter" Vertreter der Waidler-Kapellen). Sein Augenmerk galt den Jungmusikern und deren Aus- und Weiterbildung. Er wurde auch als stellvertretender Bundesjugendleiter im MON gewählt. Der bisherige Vorsitzende Andreas Samböck wechselte ins MON-Präsidium als Vizepräsident für Niederbayern, behielt aber auch als Beisitzer einen Platz im Bezirk. Zudem war er noch als Mitverantwortender bei der Ausrichtung des 24. Bezirksmusikfestes in Wegscheid beteiligt. Sozusagen als "Pate" übernahm der Wegscheider Kapellmeister Hans Hoffmann das Amt des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden. Ein weiterer Neuzugang in der Vorstandschaft war Franz Stangl (Thyrnau), als Mitarbeiter der Passauer Neuen Presse erschien er als perfekter Medienreferent.

Der Posaunist Max Pöschl, auch Organist der Waldkirchener Pfarrei, stellte zu Beginn seiner Amtszeit neue Projekte auf die Beine. So ist ihm der Aufbau eines ersten Internet-Angebots und die Aufstellung der "Bezirk-Bayerwald-Big-Band" als ständiges Auswahlorchester zu verdanken.

Bandleader der "BeBaBiBa" waren der Trompeter Rainer P. Poxleitner (Büchlberg) und der Saxophonist Anton Mayer (Tittling). Mit dem Engagement der Profi-Sängerin Christiane Öttl (Ruderting) und einer routinierten Rhythmusgruppe wurde daraus ein Orchester der besonderen Art. Neben öffentlichen Konzerten arbeitete die Band in Workshops mit erfahrenen Dozenten wie Harald Rüschenbaum (München) und Jazzprofessor Silvan Koopmann (Bad Schwabach) zusammen. Den traditionellen Blasmusikern wurden durch die BeBaBiBa neue musikalische Perspektiven und Hintergründe vermittelt.

Zugleich kämpfte der Bezirksvorsitzende an der Volksmusik-Front und machte sich zum Sprachrohr all derer, die über den Abbau von Blas- und Volksmusik bei dem Regionalsender "unser Radio" bestürzt waren. In einer vielbeachteten Unterschriftenaktion warb er dafür, dass die Radiosendung am Sonntagvormittag, die Andreas Samböck moderierte und die sehr auf Laienblasmusik und Brauchtum zugeschnitten war, beibehalten wurde. Letzendlich zählten beim Sender aber nur Einschaltquoten und das "komerzielle Werbepuplikum" im Alter von 19 bis 39.

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